Avgust Demšar: Estonia
Literatur, Lesung, branje, književnostAusgangspunkt für Avgust Demšars zwölften Roman Estonia, zugleich den letzten Teil der Trilogie „Vodnjaki“, ist der Untergang der Fähre „Estonia“ im Jahr 1994, eine der größten europäischen Schiffskatastrophen seit dem Zweiten Weltkrieg. Unter den Opfern befanden sich auch zwei junge Slowenen, deren dreijährige Tochter Iva nach ihrem Tod von einer schwedischen Familie adoptiert wurde.
Dreißig Jahre später kehrt die erwachsene Iva mit ihrem Mann nach Slowenien zurück und beginnt, das Haus ihrer Eltern in Vodnjaki zu renovieren. Bei den Renovierungsarbeiten entdecken sie eine Leiche, die bereits mehrere Jahrzehnte alt ist. Der Fall weckt das Interesse des pensionierten Kriminalbeamten Martin Vrenko, der feststellt, dass es sich um einen Unteroffizier der ehemaligen jugoslawischen Armee handelt, und dessen DNA ihn mit Iva in Verbindung bringt.
Als der Bruder des Verstorbenen im Dorf eintrifft, kommen Geheimnisse aus der Zeit vor dreißig Jahren ans Licht. Dann geschieht ein Mord, und die Ermittlungen decken immer ungewöhnlichere Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf. Hängen die Verbrechen mit dem Unabhängigkeitskrieg, dem Schiffbruch der „Estonia“ oder etwas ganz anderem zusammen? Martin Vrenko muss das Geheimnis lüften, bevor noch jemand verschwindet.
Der Roman Estonia wurde mit dem „Pila [Feile]“-Preis für den besten slowenischen Kriminalroman ausgezeichnet, der erstmals in den Jahren 2023 und 2024 veröffentlicht wurde. Der Preis wurde zum ersten Mal verliehen.
Avgust Demšar ist ein preisgekrönter Schriftsteller und einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen slowenischen Kriminalromans. Er lässt seine Romane in der realen Umgebung von Maribor und Slowenien sowie im zeitgenössischen gesellschaftlichen Kontext spielen, was seinen Geschichten eine besondere Authentizität und Spannung verleiht.
In Kooperation mit dem Verlag Pivec
